Stahlhelm M 16
   

Der Stahlhelm M16 wurde aus der Not heraus im ersten Weltkrieg geboren. Man merkte das die Pickelhaube nicht genügend Schutz gegen Splitterwirkung und Geschosseinwirkung bot. Also entwarf man 1915 einen Stahlschutzhelm, im Dezember 1915 wurden die ersten Helme zum Truppenversuch ausgeliefert. Bis ende Januar 1916 wurden 30 000 Stahlschutzhelme an verschiedene Einheiten zur Erprobung ausgegeben. Ende Februar 1916 fing man an die Truppe mit den Helmen zu versorgen.

 

Allgemeine Beschreibung:Der Stahlhelm besteht aus einem 0,1-0,11 starkem Stück Stahlblech was nahtlos gezogen wurde. Der Rand ist ringsum ca. 0,5 cm gebördelt. Er wiegt ca 1 kg. An beiden Seiten gibt es Endlüftungsbolzen die ca. 0,8cm hervorstehen. An diesen Bolzen wurde Das Stirnschild eingehängt was mit dem Stahlhelm eingeführt wurde.

 

Der Stahlhelm M16 lässt sich äußerlich nicht zum M17 unterscheiden. Der einzigste Unterschied besteht darin das beim M16 der Innenfutterring, an dem die Lederlaschen befestigt sind, aus Leder gefertigt ist, dieser Innenfutterring ist beim M17 aus Metall. Häufiger ist auch ein helleres Ledermaterial bei 17er Innenfutter zu erkennen.Wie beim M17 wird der Kinnriemen an dem Knopf 91 befestigt.

Zu Mimikri-Tarn allgemein: Im Verlauf des ersten Weltkrieges wurde die Beobachtung gemacht, dass eine gleichmäßige Helmfarbe im Sonnenlicht gleichmäßig weiß glänzend erscheint und sich auch ansonsten von der jeweiligen Umgebung abgrenzt. Es wurde Vorgeschlagen, mehrere Farben auf die Helmglocke aufzutragen. So gab General Ludendorff im Sommer 1918 einen Befehl, die Helme nach gewissen Regeln zu bestreichen. Das Aufbringen der einzelnen Musterformen unterlag jedoch Kreativität jeden einzelnen Soldaten! Dadurch gibt es verschiedenste Musterformen, vom Klassischen Herbsttarn über Punkttarn, Zickzack-Muster u.s.w. Die Wahl der Farben sollte mit den Jahreszeiten geändert werden. Zusätzliches Aufbringen von Sand auf die noch feuchte Helmfarbe sollte zudem das Glänzen der Stahlhelme in der Sonne noch weiter verhindern. Am gebräuchlichsten waren die Farben grün, ockergelb und rost- bzw. erdbraun die in großen, scharfeckigen Flecken über den Helm verteilt wurden. Die einzelnen Farben wurden voneinander durch in etwa fingerdicke schwarze Striche voneinander abgegrenzt. Helle und dunkle Farben waren nebeneinander zu setzen. Feinheit: es sollten nicht mehr als 4 Farbfelder auf der Vorderseite des Helmes sichtbar sein.